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Heini Klopfer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Heini Klopfer Image
Voller Name Heinrich Klopfer
Nation Deutschland BundesrepublikImage BR Deutschland
Geburtstag 3. April 1918
Geburtsort Immenstadt, Deutsches ReichImage Deutsches Reich
Sterbedatum 18. November 1968
Sterbeort Oberstdorf, Deutschland BundesrepublikImage BR Deutschland
Karriere
Pers. Bestweite 113 m (Oberstdorf 1950)
Karriereende 1955
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Vierschanzentournee 24. (1953)
 

Heinrich[1] „Heini“ Klopfer (* 3. April 1918 in Immenstadt; † 18. November 1968 in Oberstdorf) war ein deutscher Skispringer und Architekt.

Klopfer machte sein Abitur an der damaligen Oberrealschule in Oberstdorf.

Skispringer von 1936 bis 1955

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Er gehörte zur deutschen Kernmannschaft bei den Olympischen Winterspielen 1936.[1] 1936 erzielte er in Garmisch-Partenkirchen am Neujahrstag den zweiten Platz, 1937 auf der Schwarzwaldschanze am Feldberg den ersten Platz. Klopfer erreichte 1938 den zweiten Platz bei den ungarischen Meisterschaften und siegte 1939 beim Spezial-Sprunglauf um die „Silberne Gams“ in Kitzbühel. Ab 1939 leistete Klopfer Wehrdienst bei der Wehrmacht. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gebirgsjäger in der 1. Gebirgs-Division, die als Eliteverband der Wehrmacht galt. Von Januar bis Mai 1942 war er bei der 1. Kompanie des Jagdkommando 6 zur Partisanenbekämpfung in Mittelrussland eingesetzt.[2] 1941 nahm Klopfer an den Nordischen Skiweltmeisterschaften im Skispringen der Männer in Italien teil und erreichte den achten Rang, 1944 beim Länderspringen in Borsafüredi (Ostkarpaten) den zweiten Platz.[3] Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre zählte Klopfer als Teil des „Oberstdorfer Trios“ gemeinsam mit Toni Brutscher und Sepp Weiler zur Weltspitze im Skispringen. Größere sportliche Erfolge blieben ihm unter anderem auch deshalb verwehrt, weil deutsche Sportler nicht an den Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz und anderen internationalen Wettbewerben kurz nach dem Zweiten Weltkrieg teilnehmen durften. Bei der ersten Vierschanzentournee 1953 wurde Klopfer in Oberstdorf Neunter und belegte in der Gesamtwertung den 24. Platz. Bei der Vierschanzentournee 1953/54 konnte er verletzungsbedingt nicht antreten, zur Vierschanzentournee 1954/55 qualifizierte er sich nicht. Nach seinem Karriereende im Jahr 1955 widmete sich Klopfer zunehmend dem Schanzenbau.

Architekt von Sprung- und Flugschanzen

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Image
Stele in Oberstdorf

Nach seinem Kriegseinsatz in Russland absolvierte Klopfer ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Anschließend arbeitete Heini Klopfer insbesondere an Skischanzenbauten in aller Welt. Etwa 250[4] Skisprungschanzen weltweit wurden von ihm entworfen, darunter gemeinsam mit Willi Huber die erste Skiflugschanze in Oberstdorf,[4] die heute seinen Namen trägt und welche er als erster Sportler am 2. Februar 1950 mit einem Sprung über 90 m eröffnete. Auf dieser Schanze erreichte er wenig später bei der 1. Skiflugwoche 1950 dann seine Bestmarke mit 113 m.[5] 1955 entwarf Klopfer die Monrepos-Schanze im Neuwieder Stadtteil Segendorf.[6] Nach seiner aktiven Laufbahn zeichnete er auch für die Errichtung der Papoose Peak Jumps in Squaw Valley für die Olympischen Winterspiele 1960 sowie der Normalschanze Le Claret in Autrans und der Dauphin-Großschanze in Saint-Nizier-du-Moucherotte für die Olympischen Winterspiele 1968 von Grenoble verantwortlich.[5] Als Vorsitzender des Schanzenbaukomitees des Internationalen Skiverbands (FIS) begutachtete er viele Schanzen auf der ganzen Welt.

Gerade zurückgekehrt in seinen Heimatort Oberstdorf von einer anstrengenden Reise zur neu errichteten Skiflugschanze von Planica starb er am 18. November 1968 im Alter von 50 Jahren in der Nacht durch einen Herzinfarkt.

Die Stadt Kempten (Allgäu) ehrte Heini Klopfer durch die Benennung eines Weges nach ihm.

Nordische Skiweltmeisterschaften – Skispringen der Männer – Platzierungen

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SaisonPlatzNote
19418.212,4

Vierschanzentournee-Platzierungen

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SaisonPlatzPunkte
195324.182,0
  • Weddige, Klaus: Vor 15 Jahren starb Schanzenspezialist Klopfer H. In: Unser Oberstdorf, Blätter zur Oberstdorfer Heimatgeschichte. Heft 3/1983, S. 170.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Heini Klopfer bei Who’s Who Germany, The People-Lexicon, abgerufen am 18. Oktober 2013.
  2. Bericht der Kommission für Erinnerungskultur für die Sitzung des Stadtrates Kempten (Allgäu) am 23. April 2026, S. 16.
  3. Heini Klopfer – Architekt, Skispringer und Schanzenbauer. Website des Skiclub 1906 Oberstdorf e. V. Abgerufen am 7. September 2020.
  4. 1 2 Die Idee zum Bau der Skiflugschanze 1949–1950. In: sepp-weiler.com. Archiviert vom Original am 19. Oktober 2013; abgerufen am 18. Oktober 2013.
  5. 1 2 Oskar Fischer: Heini Klopfer – vom Skispringen zum Skifliegen. In: Unser Oberstdorf (Heft 71). Verschönerungsverein Oberstdorf e.V., 1. Dezember 2017, abgerufen am 1. Januar 2026.
  6. Skisprungschanzen-Archiv, Monrepos-Schanze (Horst-Stragand-Schanze )