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Sichere E-Mail-Dienste in der �bersicht

Wer von einem Free­mailer zu einem sicheren E-Mail-Dienst wech­seln m�chte, sollte nicht nur auf die M�glich­keit der Verschl�s­selung achten. Auch der Server-Standort und die Bezahl­verfahren sind wichtig. Wir stellen sichere Dienste vor.
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Sichere E-Mail-Dienste in der �ber­sicht

Die klas­sische E-Mail ist unge­f�hr so sicher wie eine Post­karte - viele Internet-Nutzer wissen das seit Jahren, doch kaum jemand k�mmert sich um mehr Sicher­heit bei der E-Mail-Kommu­nika­tion. Vielen Internet-Nutzern reicht eine Adresse bei einem kosten­losen Free­mail-Anbieter. Doch eine wirk­lich vertrau­liche Kommu­nika­tion ist dar�ber mit den Stan­dard­einstel­lungen in der Regel nicht m�glich.

In unserer �ber­sicht pr�sen­tieren wir daher einmal eine Auswahl von E-Mail-Provi­dern, die aus einem oder mehreren Gr�nden sicherer sind als die Free­mail-Dienste. Und weil es Sicher­heit nicht zum Null­tarif gibt, sind auch so gut wie alle diese Dienste kosten­pflichtig. Mehr E-Mail-Sicher­heit gibts aber schon ab 1 Euro pro Monat.

Wer braucht einen sicheren Mail-Dienst und warum?

Kosten­lose E-Mail-Post­f�cher bieten oft viel Spei­cher­platz und �u�er­lich betrachtet einen guten Service - doch all das ist in der Regel teuer erkauft. Der Free­mail-Nutzer muss entweder Werbung im Post­fach, oft auch in den Mails in Kauf nehmen. Oft hat der Provider hierf�r die E-Mails auto­matisch gescannt. Verschl�s­selungs-Funk­tionen fehlen oder m�ssen aufw�ndig selbst imple­mentiert werden. Der Server steht oft in den USA oder anderen L�ndern, in denen sich die Politik �ber­wachungs­tech­nisch und oft anlasslos Zugriff auf die Kommu­nika­tion der B�rger gesi­chert hat.

Die Zeiten, in denen ausschlie�­lich Poli­tiker, Busi­ness-Kunden, Mili­t�rs und Akti­visten �ber sichere Platt­formen kommu­nizieren mussten, sind vorbei - heut­zutage sollte jeder Inter­esse daran haben, dass nicht jeder Provider, Geheim­dienst oder Internet-Gigant anlasslos die Kommu­nika­tion mitver­folgen und daraus unheil­volle Schl�sse ziehen kann.

Was macht einen sicheren E-Mail-Dienst aus?

"Sichere E-Mail" ist zun�chst einmal ein wenig spezi­fiziertes Schlag­wort. Wer sich die Frage stellt, was einen sicheren Mail-Provider ausmacht, landet immer wieder bei den folgenden Kompo­nenten. Es ist m�glich, dass kein Provider welt­weit alle diese Vorgaben erf�llt - manche kommen dem Ideal aber recht nahe. Es lohnt sich also, vor einer kosten­pflich­tigen Regis­trie­rung auf den Webseiten nach­zulesen, ob die gew�nschte Sicher­heits­funk­tion �ber­haupt ange­boten wird. Den einen perfekten Anbieter gibt es nicht - es kommt auch immer darauf an, wie man den Dienst korrekt bedient.

Server­standort: Der Server­standort des Mail-Dienstes entscheidet �ber das anwend­bare Recht. Ein sicherer Mail­server sollte nicht in einem Land stehen, das sich per Gesetz eine anlass­lose �ber­wachung aller B�rger gesi­chert hat. In euro­p�ischen Staaten werden meist anlass­bezo­gene Ausk�nfte von den Provi­dern erhoben, aber es gibt auch Orte auf der Welt ganz ohne �ber­wachung.

Anony­mit�t, Daten­spar­samkeit: Wenn der Nutzer bei der Regis­trie­rung erst gar keine pers�n­lichen Daten angeben muss, k�nnen diese auch nicht heraus­gegeben oder per Gerichts­urteil abge­fragt werden. Daten­spar­samkeit bedeutet, dass der Provider im Prinzip gar keine Vorg�nge wie Login, Mail-Empfang, Mail-Versand, verwen­dete IP-Adresse o. �. proto­kolliert und (f�r l�ngere Zeit) spei­chert.

Trans­port­verschl�s­selung: Wer heut­zutage bei einem Web-Login keine SSL-Verschl�s­selung bietet, hat sich als Provider bereits disqua­lifi­ziert. Ein TLS-verschl�s­selter Zugriff ist bei IMAP- und POP3-Abruf Pflicht. Einige Provider bieten zus�tz­lich auf Wunsch auch eine garan­tierte Zustel­lung der Mails ausschlie�­lich an TLS-kompa­tible Empf�nger.

Mail-Verschl�s­selung: Die Ende-zu-Ende-Verschl�s­selung von Mails per OpenPGP und S/MIME bieten mehrere Anbieter, aller­dings nicht immer �ber jeden Zugangsweg. Wichtig ist die PGP-Verschl�s­selungs­m�glich­keit beispiels­weise auch in der Webober­fl�che.

IP-Strip­ping: In den E-Mail-Headern sind immer die Quell-IP-Adresse und die Ziel-IP-Adresse enthalten. Damit sind Absender und Empf�nger der E-Mail f�r Au�en­stehende iden­tifi­zierbar, Ermitt­lungs­beh�rden fordern diese Daten mitunter vom Provider an. Mittels IP-Strip­ping werden diese Infor­mationen bei einigen Provi­dern daher aus dem Header der E-Mails entfernt.

Bezahl­m�glich­keiten: Die sch�nsten tech­nischen Anony­misie­rungs­ma�nahmen sind wirkungslos, wenn jemand aufgrund seiner Bezahlart beispiels­weise �ber die IBAN oder Kredit­karten­nummer eindeutig iden­tifi­zierbar ist. Anonymer sind beispiels­weise Bezahl­services mit Kryp­tow�h­rungen, einige Dienste nehmen sogar anonym Bargeld per Brief an.

Spam- und Viren­schutz, Werbe­frei­heit: Einen wirk­samen Spam- und Viren­schutz sollte eigent­lich jeder E-Mail-Provider haben. Wer keine Werbung einblendet, muss die Nutzer auch nicht tracken und nicht deren Surf­verhalten mitpro­tokol­lieren. Bei einem Bezahl­service ist Werbe­frei­heit Pflicht.

Zwei-Faktor-Authen­tifi­zierung: Alle Sicher­heits­ma�nahmen n�tzen nichts, wenn jemand Benut­zername und Pass­wort erbeutet und dann in den "sicheren" Dienst rein­spazieren kann. Eine Zwei-Faktor-Authen­tifi­zierung, ggf. mit einem zweiten Ger�t, sorgt f�r mehr Sicher­heit.

Open Source: Nur wenn die Soft­ware aller Server-Kompo­nenten und der Mail-Dienst-Ober­fl�che quell­offen sind, l�sst sich zwei­fels­frei nach­weisen, dass dort keine Hinter­t�ren f�r Geheim­dienste oder Werbe­partner einge­baut sind

Im Folgenden stellen wir nun ausge­w�hlte Anbieter in alpha­beti­scher Reihen­folge vor - weiter gehts jeweils mit einem Klick aufs Bild!

Sichere E-Mail-Dienste
vorheriges n�chstes 1/18 – Bild: teltarif.de
  • Sichere E-Mail-Dienste
  • aikQ
  • CounterMail
  • Hushmail
  • IncaMail
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