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Geldautomaten Banken ringen um Höchstgrenze für Abhebegebühr

Wegen der Senkung der Abhebegebühr gibt es kräftig Zoff: Die Privatbanken wollen die Kundenkosten auf zwei Euro senken. Die Sparkassen fordern eine Höchstgrenze von fünf Euro - und verteidigen ihr Begehr damit, dass sie den Großteil des Automatennetzes verwalten.
Geldabheben mit EC-Karte: Bis zu zehn Euro pro Transaktion
Geldabheben mit EC-Karte: Bis zu zehn Euro pro Transaktion

Geldabheben mit EC-Karte: Bis zu zehn Euro pro Transaktion

Foto: A2824 Franz-Peter Tschauner/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Zwischen Banken und Sparkassen gibt es Streit über die geplanten Gebührengrenzen für das Geldabheben an Automaten fremder Institute. Wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstag berichtete, beharren Sparkassen und Volksbanken auf einer Höchstgrenze von fünf Euro pro Abhebung.

Dagegen setzten sich die Privatbanken für eine stärkere Senkung der Gebühren ein. "Der Höchstbetrag sollte bei eher zwei Euro und nicht bei fünf Euro liegen", sagte Kerstin Altendorf, Sprecherin des Bankenverbands, der Zeitung. Die privaten Geldinstitute hofften auf eine "schnelle Einigung" mit den Sparkassen und Volksbanken.

Die Sparkassen dagegen werfen den Privatbanken vor, sich nicht an Absprachen zu halten. "Die privaten Großbanken haben in den letzten 15 Jahren rund 20.000 Auszahlstellen abgebaut, gleichzeitig wollen sie ihren Kunden kostengünstige Abhebungen bei Sparkassenautomaten bieten", sagte Michaela Roth, Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbands, der "Bild"-Zeitung. Wenn Banken ohne eigenes Automatennetz nur zwei Euro Kundenbelastung haben wollten, sollten sie ihre Kunden an den eingesparten Kosten eines eigenen Automatennetzes teilhaben lassen und den Unterschiedsbetrag erstatten.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) drängt in dem Streit auf eine schnelle Einigung. "Kein Kunde hat Verständnis dafür, wenn sich die Banken streiten", sagte sie zu "Bild". "Wir brauchen eine rasche Einigung und verlässliche Zusagen. Mir ist wichtig: Die Gebühren müssen runter, und zwar deutlich."

Die Banken waren wegen der Anhebung der ohnehin schon hohen Gebühren für das Abheben von Bargeld an fremden Geldautomaten massiv in die Kritik geraten. Im Schnitt fallen laut einer Untersuchung der Frankfurter Finanzberatung FMH aktuell Gebühren von 5,64 Euro an. In einigen Fällen verlangen Banken für das Geldabheben von Nichtkunden sogar bis zu zehn Euro. Nach Angaben von FMH belaufen sich die internen Kosten der Banken für einen Abhebevorgang auf rund 60 Cent.

ssu/AFP

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