

Kommentar
von Guido Schätti
Traumjob Versicherungsangestellter: Die Fusion von Baloise und Helvetia eröffnet neue Karrierechancen
Ein Kurzkommentar.
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Das Kunstwerk «Drittes Tier» des deutschen Bildhauers Thomas Schütte empfängt die Besucher im Baloise Park.
Georgios Kefalas / Keystone
Haben Sie Freude an Kunst? Dann geben Sie auf Google die Begriffe «Kunst Baloise» und «Kunst Helvetia» ein. Sie werden nicht enttäuscht werden: Die Versicherungen präsentieren auf ihren Websites reiche Schätze. Beide verstehen das Sammeln von Kunst als Teil ihrer Unternehmenskultur.
Das Schöne daran: Die Werke gehören Ihnen. Sie haben sie mit überhöhten Prämien finanziert – selbstverständlich ungefragt. Nun legen die beiden Firmen nicht nur ihre Kunstsammlungen, sondern ihr ganzes Geschäft zusammen. Der Angriff eines aktivistischen Investors genügte, dass sich die Baloise in Panik der Helvetia in die Arme warf. Die fusionierte Versicherung wird künftig gänzlich ohne Einmischung durch aufsässige Aktionäre ihrem Sammeltrieb frönen können.
Wem das nicht passt und wer lieber günstigere Prämien oder höhere Dividenden hätte, der sollte zu einem weniger kunstaffinen Anbieter wechseln. Oder noch besser: einen Job bei der fusionierten Versicherung annehmen. Wo so viel Geld für Kunst übrigbleibt, ist eine ausgewogene Work-Life-Balance garantiert.
Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»






























