Grunds�tzlich ist der Umgang
mit Wasserstoff nicht gef�hrlicher, sondern einfach anders als der mit Benzin.
Nat�rlich ist Wasserstoff, ebenso wie das heutige Benzin, unter gewissen
Bedingungen gef�hrlich. Um eine ebenso hohe Sicherheit f�r Wasserstoffspeicher zu
gew�hrleisten wie bei Benzintanks, wurden daher umfangreiche Tests
durchgef�hrt. In sorgf�ltigen sicherheitsanalytischen Studien, Labor-
und Feldexperimenten wurde vorweggenommen, was sp�ter im allt�glichen
Umgang mit dem Energietr�ger Wasserstoff passieren kann. Jedoch muss bei
den Sicherheitsaspekten zwischen den verschiedenen Speichermethoden f�r
Wasserstoff differenziert werden, da hier erhebliche Unterschiede vorliegen:
Druckgas-Wasserstoffspeicher: In Drucktanks liegt
Wasserstoff gasf�rmig vor, was sicherheitstechnisch gesehen die
gef�hrlichste Form von Wasserstoff ist. Im Vergleich mit Erdgas ist
Wasserstoff um ein vielfaches fl�chtiger und dazu leichter als Luft. Im
Freien f�hrt dies dazu, dass das Wasserstoffgas schnell entweicht und
sich nicht um das Fahrzeug ansammelt, sondern rasch nach oben steigt. In
geschlossenen R�umen kann es dagegen wie bei Erdgas zu einer Bildung und
Ansammlung eines explosiven Luft-Gas-Gemisches kommen. Die Automobilhersteller verbauen bei ihren Konzeptfahrzeugen aus diesem Grund Wasserstoffsensoren, die bei einer Leckage im Leitungssystem sofort s�mtliche Ventile schlie�en und die Gaszufuhr unterbrechen. Dennoch werden wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit Drucktanks voraussichtlich den gleichen Sicherheitsvorlagen unterliegen wie erdgasbetriebene Fahrzeuge und nicht in geschlossenen R�umen geparkt werden d�rfen. Um die Sicherheit der Drucktanks an sich zu untersuchen und mit heutigen Benzintanks vergleichen zu k�nnen, f�hrte Dr. Michael Swain von der University of Miami in Florida einen Versuch mit jeweils einem wasserstoff- und einem benzinbetriebenen Fahrzeug durch: Bei beiden Fahrzeugen wurde eine Leckage am Tank verursacht (ein 1,6 mm Loch in der Benzinleitung, eine undichte Verbingungsstelle in der Wasserstoffleitung). Anschlie�end wurde in unmittelbarer N�he ferngez�ndet. Die folgenden Ausschnitte der Videodokumentation verdeutlichen das Ergebnis der Studie:
W�hrend beim benzinbetriebenen Fahrzeug ein kleines Loch ausschlaggebend f�r den Brand war, h�tten zum Brand am wasserstoffbetriebenen Fahrzeug gleich 4 Sicherheitssysteme auf einmal ausfallen m�ssen! Crashtests an Fahrzeugen mit
Gasdrucktanks sind bisher noch nicht erfolgt. Da die Tanks jedoch in der
Regel wie auch Benzintanks im gesch�tzten Bereich zwischen den
Hinterr�dern liegen, muss ein Aufprall �u�erst heftig und ung�nstig
erfolgen, um die Tanks mechanisch zu besch�digen. Bei solch einem
Unfall, bei dem die Tanks mechanisch besch�digt w�rden, sind jedoch die
�berlebenschancen f�r die Insassen durch den starken Aufprall allein
schon �u�erst gering, so dass bisher keine tiefgehenden Versuche
durchgef�hrt wurden. In einem mehrj�hrigen Programm wurden
von
der BMW Group verschiedene schwere Unf�lle nachgestellt und getestet, wie
sich der Fl�ssigwasserstoff-Tank dabei verh�lt. So wurden gef�llte
Tanks, deren Sicherheitsventile man absichtlich blockiert hatte, unter
hohem Druck zerst�rt. Die f�r diesen Extremfall vorgesehene
Sollbruchstelle im Innentank sorgte daf�r, dass der gespeicherte
Wasserstoff dosiert abgeblasen wurde.In weiteren Tests wurden mit fl�ssigem Wasserstoff gef�llte Fahrzeugtanks auf einem Pr�fstand Brandtests unterzogen. �ber eine Stunde lang wurden die Tanks dabei vollst�ndig von fast 1.000 Grad Celsius hei�en Flammen umschlossen. Auch hier zeigten die Tanks ein gutm�tiges Verhalten: Der verdampfte Wasserstoff entwich langsam und kaum wahrnehmbar �ber die Sicherheitsventile. Im letzten Teil der
Worst-Case-Untersuchungen wurden Automobiltanks mit fl�ssigem Wasserstoff
durch massive Gegenst�nde deformiert und erheblich besch�digt. In keinem
Fall kam es zur Explosion des Tanks.Aber nicht nur die Tanks, auch komplette Fahrzeuge mussten sich bew�hren. So wurden BMW Wasserstofffahrzeuge Crashtests nach aktuellen Normen unterzogen, bspw. dem Frontal-Crash nach US-Spezifikation mit vorgeschriebenen 56 km/h Aufprallgeschwindigkeit, dem Heck-Crash mit 100 und 40 Prozent �berdeckung sowie dem Seiten-Crash im verwundbarsten Bereich, am Einf�llstutzen zum Wasserstoff-Tank. Alle Anforderungen wurden dabei einwandfrei erf�llt und der Beweis erbracht, dass der Betrieb mit Wasserstoff genauso sicher ist wie mit Benzin. Metallhydrid-Speicher: Die
Metallhydrid-Speicherung bietet einen sehr hohen Sicherheitsstandard: Da
der Wasserstoff chemisch an das entsprechende Metall gebunden ist, kann
kein Gas aus dem Speicher entweichen, sich in geschlossenen R�umen -
bspw. Tiefgarage - ansammeln und somit ein explosives
Wasserstoff-Luft-Gemisch bilden. Denn nur bei Zuf�hrung von W�rme wird das
Gas aus dem Metallhydrid gel�st und zu den Brennstoffzellen geleitet. Sollte das Fahrzeug im Falle eines Unfalles Feuer fangen und dadurch der Speicher gro�er W�rme ausgesetzt sein, so entweicht der Wasserstoff �ber Sicherheitsventile und brennt kontrolliert ab. Bei Br�nden im Bereich der Gasleitungen oder der Brennstoffzelle ist der Speicher zudem durch R�ckschlagventile gesch�tzt. Methanol-Speicher: Methanol verh�lt sich
generell wie Benzin. Auch die Lagerung, Betankung und der Umgang mit Methanol
unterscheidet sich kaum von der Handhabung von Benzin. Methanol ist leicht entz�ndlich, Methanold�mpfe bilden zusammen mit Luft ein explosives Gemisch. Gef�hrlich ist zudem die kaum sichtbare bl�uliche Flamme beim Verbrennen von Methanol, da Br�nde erst relativ sp�t bemerkt und schwer bek�mpft werden k�nnen. Auch ist auslaufendes Methanol im Falle eines Unfalles �u�erst umweltsch�dlich und gef�hrdet sehr stark das Grundwasser, was die Vorteile von Methanol bei der Handhabung und Infrastruktur aus umweltspezifischer Sicht wieder relativiert. GNF-Speicher: Da diese Art der
Speicherung bisher noch nicht realisiert wurde, sind genaue Aussagen
�ber die Sicherheit von GNF-Speichersystemen nicht m�glich. Sollten die
Speicher allerdings in der geplanten Form von auswechselbaren Kartuschen
vorliegen, w�re diese Art der Wasserstoff-Speicherung sehr sicher: Ein
Freisetzen des Wasserstoffes w�rde nur durch kontrolliertes Erh�hen des
anliegenden Druckes erfolgen, eine mechanische Zerst�rung des Speichers
h�tte keine Folgen. Brandgef�hrdet w�ren hier nur die Teile des
Treibstoffsystems, die mit dem gasf�rmigen Wasserstoff in Verbindung
kommen, also haupts�chlich Treibstoffleitungen, die jedoch �ber Sensoren
und R�ckschlagventile gesch�tzt werden k�nnen. Natriumborhydrid-Speicher: Sowohl der Ausgangsstoff
Natriumborhydrid als auch das Endprodukt Natriummetaborat (vergleichbar
mit Borax) sind nicht entflammbar und ungiftig, so dass diese Art der
Wasserstoffspeicherung und -bereitstellung �u�erst sicher ist. Eine
Freisetzung von Wasserstoffgas ist unkontrolliert nicht m�glich - bspw.
bei Ber�hrung des Natriumborhydrids mit Wasser - da zur Reaktion
zus�tzlich das Katalysatormetall ben�tigt wird. Brandgef�hrdet w�ren
auch hier nur mit dem gasf�rmigem Wasserstoff in Kontakt stehende
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