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Kommentar

Vorbild Pensionskassen: Für eine nachhaltige AHV-Reform braucht es mehr Leidensdruck

Ein Kurzkommentar.

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Geht es um Reformen, sind die Pensionskassen der AHV überlegen.

Gaëtan Bally / Keystone

Das Trauerspiel geht in die nächste Runde. Ein halbes Jahr bevor die erste 13. AHV-Rente fliesst, ist die Finanzierung noch immer offen. Klar ist einzig: Die Profiteure werden höchstens einen Bruchteil beitragen. Wenn es nach dem Willen von Mitte-links geht, sollen die Pensionäre fast gratis zur Zusatzrente kommen.

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Was für ein Unterschied zu den Pensionskassen. Noch vor wenigen Jahren galt die zweite Säule als hoffnungsloser Sanierungsfall. Heute stehen die Pensionskassen so gut da wie selten zuvor. Natürlich profitieren sie von den boomenden Aktienmärkten. Entscheidend ist aber etwas anderes: Die Stiftungsräte haben ihre Hausaufgaben gemacht, die Renten der höheren Lebenserwartung angepasst und die Plünderung der Arbeitnehmer zugunsten der Rentner gestoppt.

Darin zeigt sich die Überlegenheit der zweiten Säule: Weil die Entscheider die Rechnung selber zahlen, sind schmerzhafte Reformen möglich. Die AHV lebt hingegen auf Pump. Deshalb ist es richtig, dass sich das bürgerliche Lager dem Finanzierungsvorschlag von Mitte-links verweigert. Nur wenn der Leidensdruck steigt, wird die AHV reformfähig.

Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»

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